
Die Liebe von Beate Behlen zu ihren Hunden
(und umgekehrt) ist sofort spürbar und jederzeit offensichtlich.
So ist auch verständlich, daß sich in ihrem "Rudel"
einige Hunde befinden, die für die Zucht nicht eingesetzt
werden können. Um eine sinnvolle und seriöse Zucht betreiben
zu können, trat Beate Behlen dem BVWS (Bundesverband
für Weisse Schäferhunde)- damals noch EDV ACWSR Europa
bei. Bereits im letzten Jahr war abzusehen, dass der BVWS bei seinen Zuchtvoraussetzungen höhere Maßstäbe anlegen würde und es war zu erwarten, dass die bestandene Begleithundeprüfung Voraussetzung für jeden Zuchthund werden sollte.
Diese an sich durchaus nachvollziehbare Entscheidung, stellte den Zwinger von der Hohensyburg vor unlösbare Probleme, die den Austritt aus dem BVWS zur Folge hatten. Wer bei Frau Behlen ein und aus geht und ihr Verhältnis zu den Hunden und ihre Einstellung kennt, weiß, daß sie sich den Austritt nach jahrelanger Mitgliedschaft nicht leicht machte. Dennoch sind für sie die Weissen Schäferhunde Familienhunde, die Hunde ihres Rudels sind in Haus und Garten und nicht auf dem Hundeplatz zu Hause.
"Angenommen, ich möchte zwei meiner Hündinnen ausbilden, um mit ihnen züchten zu können - und das müßte ich jetzt, da Penny und Aike aus der Zucht genommen werden - müßte ich mindestens zweimal wöchentlich zum Hundeplatz. Dort würde ich lange Zeit damit verbringen, zu warten, während die Hunde im Auto sitzen. Anschliessend werden sie jeweils ca 15 Minuten gearbeitet und kommen wieder ins Auto. Für mich ist der Nachmittag gelaufen, meine anderen 6 Hunde haben absolut gar nichts davon. Und die beiden, die auf dem Platz waren, haben ihren täglichen Auslauf auch nicht bekommen.
Ist es da für die Hunde nicht besser, wenn ich mit allen einen dreistündigen Spaziergang in den Wiesen mache?" Zugegeben, Einstellungssache. Den Hundesportlern wird sich der Magen umdrehen, aber Hand auf's Herz, sehr viel anders läuft es nur auf wenigen Hundeplätzen ab.
Und wer sich die Mühe macht, einmal in Schwerte vorbei zu schauen, der wird feststellen, dass die Hohensyburg-Hunde keinesfalls ungehorsame Wilde sind, sondern durchaus wissen, wer die "Frau im Haus" ist.
1999 bis Juli 2002: Zucht im WSR Rheinland - Pfalz e.V.
1999 ging es wieder einmal in der Vereinsszene hoch her. Der ACWSR Rheinland-Pfalz e.V. enschloss sich, fortan eigenständig zu arbeiten. Das "AC" wurde aus dem Namen genommen, da die Rasse inzwischen allgemein als Weiße Schäferhunde und nur noch selten als Amerikanisch-Canadische WS bezeichnet werden. Der WSR erreichte mit seinen neuen Zielen (für Einzelheiten verweise ich auf die Homepage des Vereins) gleich das Interesse sehr vieler Züchter. Meine Würfe erhielten bis einschließlich des Z-Wurfes Papiere des WSR Rheinland-Pfalz, diese Papiere werden von den führenden Vereinen für Weiße Schäferhunde anerkannt. Zumindest die Teilnahme an Ausstellungen ist überall möglich, für die Zucht müssen in einigen Vereinen (z.B. im BVWS) noch zusätzliche Prüfungen abgelegt werden, dies gilt aber ebenso für vereinseigene Hunde.
Ab Juli 2002: Zucht im 1. WS e.V. Einheit
"Nach längerem Zögern habe ich mich nun doch entschlossen, den WSR Deutschland e.V. zu verlassen und in den 1. WS e.V. Einheit zu wechseln. Der A-Wurf wird der erste Wurf sein, der diese Papiere erhält. Auch bei diesem Verein handelt es sich um einen Spezialverein für Weiße Schäferhunde, dessen Papiere auf Ausstellungen anderer Vereine akzeptiert werden. Leider hat dieser Wechsel dazu geführt, dass von einigen Personen emails mit unwahren Behauptungen und Angriffen gegen meine Zuchtstätte verbreitet werden. Dies hat mich endgültig davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Sollten Ihnen derartige Beschuldigungen gegen meine Zuchtstätte zu Ohren kommen, wäre ich für eine Information dankbar. Meine Zuchtstätte besteht seit über 10 Jahren und ich habe in kontinuierlicher Arbeit eine eigene Zuchtbasis geschaffen, auf die ich stolz bin und die ich mir nicht durch üble Nachrede zunichte machen lassen werde."
Das Zuchtziel sind gesunde, wesensfeste
Weisse Schäferhunde, die aus dieser Zuchtstätte (von
Zwinger kann man in diesem Zusammenhang wirklich nicht reden)
hauptsächlich in Familien ihr neues Zuhause finden. Darauf
werden die Welpen in den ersten Lebenswochen sorgfältig geprägt,
ebenso wie auf Umwelteinflüsse, die ihnen für ihr weiteres
Leben selbstverständlich werden müssen. Ihre Hunde besitzen
die Eigenschaften, die die Weissen Schäferhunde so attraktiv
und liebenswert machen: sie sind unermüdliche Spielpartner,
haben eine extrem hohe Reizschwelle, sind aufgeschlossen, freundlich
und für jede Unternehmung sofort zu begeistern.
Auch nachdem die Welpen in ihre neue
Familie abgegeben wurden, ist der weitere Kontakt zu den neuen
Besitzer erwünscht. Hilfe für Ausstellungen, Ausbildung
und eventuell andere auftretende "Problemchen", die
gerade den Erst-Hundebesitzer vor Probleme stellen, ist für
Beate Behlen selbstverständlich.